13. Spargelfahrt: Hansestadt Seehausen, Arendsee und Dangenstorf am Sonnabend, dem 25. Mai 2019

13. Spargelfahrt: Hansestadt Seehausen, Arendsee und Dangenstorf am Sonnabend, dem 25. Mai 2019

Unsere 13. Spargelfahrt führt am Sonnabend, dem 25. Mai 2019, auf die Straße der Romanik in der Altmark. Auf dem Programm stehen die Petrikirche mit den markanten 65 Meter hohen Türmen in der kleinen Hansestadt Seehausen und die Klosterkirche Arendsee. Während die Kirche des ehemaligen Benediktiner-Nonnenklosters Arendsee, das 1183 von Markgraf Otto I. von Brandendenburg gegründet wurde, als ältester vollständig gewölbter Backsteingroßbau im nordöstlichen Deutschland zu den bekannten Stationen der Straße der Romanik gehört, ist die wenig bekannte Petrikirche Seehausen erst 2017 wegen des sehenswerten Portals aus Backstein und Sandstein in die Route der Straße der Romanik aufgenommen worden.

Nach Besichtigungen und Spaziergängen in reizvoller Umgebung lockt am Abend das Spargelessen mit Schinken, Schwenkbraten oder Räucherlachs im Landgasthof Rieger in Dangenstorf im Wendland. Bequem erreichen wir um 22.00 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt am Kurpark.

Treffpunkt: 11.45 Uhr Haupteingang Kurpark. Anmeldung und € 55,50 Vorkasse erforderlich. Siehe auch unter Termine: https://www.bund-der-ehemaligen-wrs.de/termine/

Dr. Luise Reinhardt-Drischler

 

23. Grünkohlfahrt nach Oldendorf/Luhe am Freitag, dem 08. Februar 2019

23. Grünkohlfahrt nach Oldendorf/Luhe am Freitag, dem 08. Februar 2019

Nachdem wir mit dem Neujahrs-Stammtisch in das Jahr 2019 gestartet sind, folgt im Februar unser beliebter nun schon traditioneller Winterausflug mit dem Bus nach Oldendorf/Luhe zum Restaurant Tödter, zu dem wir auch den Schulleiter und einige Lehrkräfte erwarten.

Im gemütlichen „Heidjer Hus“ erleben wir bei flackerndem Kaminfeuer einen geselligen Abend, der humorvolle Geschichten und Gedichte auf Hoch- und Plattdeutsch mit einem opulenten Mahl verbindet. Es wird üppig aufgetischt und großzügig nachgereicht. Dampfende Schüsseln mit Bardowicker Grünkohl, Bratkartoffeln und Heidekartoffeln sowie eine riesige Platte mit Bregenwurst, Kasslernacken und Schweinebacke verführen zum tüchtigen Zulangen. Für den gesunden Ausgleich sorgt der Bund mit einem zünftigen Verteiler. Ein leckeres Dessert (Rote Grütze mit Vanillesoße) rundet unser Menü ab.

Über die Rückfahrt brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Bequem erreichen wir mit dem Bus gegen 22.30 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt am Kurpark. Gerne bestellen wir Ihnen dorthin Taxis.

Ich freue mich über das große Interesse an diesem Termin am Freitagabend, der auch Berufstätigen eine Teilnahme ermöglicht. Alle, die noch nicht dabei waren, möchte ich ermuntern, es doch einmal auszuprobieren. Es lohnt sich!

Dr. Luise Reinhardt-Drischler

Treffpunkt: Freitag, d. 08. Februar 2019, um 17.45 Uhr am Haupteingang Kurpark, Uelzener Straße.

Gesamtpreis: Busfahrt und Essen mit Dessert (ohne Getränke) 24,50 €.

Bitte melden Sie sich mit der Anmeldekarte an und überweisen Sie den Betrag auf unser Konto bei der Sparkasse Lüneburg (IBAN): DE23 2405 0110 0050 0256 91, (BIC-SWIFT): NOLADE21LBG unter dem Stichwort „Grünkohlfahrt“. Bei Rücktritt ohne Ersatzteilnehmer ist eine Erstattung der Kosten nicht möglich.

Anmeldeschluss: 01. Februar 2019

Grußwort zum Jahr 2019

Grußwort zum Jahr 2019

Liebe Mitglieder! Liebe Freunde unseres Bundes!

Zum Jahreswechsel sende ich allen im Namen von Vorstand und Beirat herzliche Grüße und wünsche Euch/Ihnen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Mit unserem 36. Weihnachtstreffen haben wir das Jahr 2018, in dem wir bei 22 Veranstaltungen eine Plattform für eine klassen-, jahrgangs- und generationsübergreifende Kommunikation geboten haben, erfolgreich abgeschlossen.

Ich bedanke mich für das Interesse und die Unterstützung, die ich während des ganzen Jahres gefunden habe. Noch ganz begeistert bin ich vom Weihnachtstreffen: von der Bigband, den Grußworten des Schulleiters und der Vertreter des Schülersprecherteams sowie vielen intensiven Gesprächen über die Aktivitäten und die Entwicklung des Bundes der Ehemaligen. Eine besondere Freude war der Eintritt von neun Teilnehmern, die an diesem Abend ihre Mitgliedschaft erklärten, darunter die beiden Redner des Schülersprecherteams! Allen ein herzliches Willkommen! In den nächsten Tagen erwarte ich noch den Rücklauf weiterer Beitrittserklärungen.

Für 2019 haben wir wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und hoffen, dass Ihr/Sie Gelegenheit findet, daran teilzunehmen.

Los geht es am 08. Februar 2019 mit der 23. Grünkohlfahrt nach Oldendorf/Luhe ins Gasthaus Tödter, wo wir im gemütlichen Heidjer Hus bei flackerndem Kaminfeuer einen geselligen Abend verbringen werden. Es sind schon viele Anmeldungen eingegangen, bitte schickt Eure Karten bald ab!

Schon vorher besteht Gelegenheit, zwanglos beim Neujahrs-Stammtisch am Dienstag, dem 08. Januar 2019 ab 19:15 Uhr im Vitallissimo Restaurant beim MTV-Sportpark zu plaudern.

Mit herzlichen Grüßen

Eure/Ihre Luise Reinhardt-Drischler

Planungen für das Sommerprogramm 2019

Planungen für das Sommerprogramm 2019

Auf Hochtouren laufen die Planungen für das Sommerprogramm 2019. Zum Vormerken der Termine und als kleine Information aktuell Folgendes:

Die 13. Spargelfahrt führt uns am Sonnabend, dem 25. Mai 2019, in die kleine Hansestadt Seehausen in der Wischeniederung in der nordöstlichen Altmark. Die markanten Türme der Pfarrkirche St. Petri haben uns schon bei vielen Fahrten aus der Ferne beeindruckt. Jetzt wollen wir diese Kirche mit einem der schönsten romanischen Portale in Norddeutschland besichtigen. Zum Ausklang geht es zum köstlichen Spargelessen ins Wendland nach Dangenstorf ins Landgasthaus Rieger!

Die 23. Sommerfahrt führt am Sonnabend, dem 17. August 2019, in die Mecklenburgische Residenz- und Barockstadt Ludwigslust. Wir erleben nicht nur einen interessanten Aspekt mecklenburgischer Geschichte, sondern auch das Gesamtkunstwerk einer planmäßig angelegten Residenzstadt in der Zeit des Barock. Das Dorf Klenow, 35 km südlich der Residenzstadt Schwerin, wurde nach dem Regierungsantritt Herzog Friedrichs des Frommen 1756 zur neuen Residenz bestimmt und systematisch und geplant von Johann Joachim Busch erbaut, beginnend mit der Hofkirche, der Anlage des Ludwigsluster Kanals und der Wohnanlagen für die Bediensteten. Uns locken die kulturellen Schätze und eine traumhafte Landschaft: von der Hofkirche über die Parkanlagen mit Bassin und Kaskaden, das Schloss zum Schlosspark mit Skulpturen und Wasserspielen erleben wir eine harmonische Einheit. Die Fahrt knüpft an unsere Fahrt „Die Spur des Löwen“ im Jahr 2014 an, bei der wir auch die Residenzstadt Schwerin besuchten. Um 1780 war die spätbarocke Ausbauphase abgeschlossen. Ab 1808 schloss sich eine klassizistische Periode unter Johann Georg Barca an, der auch das beeindruckende Rathaus von Parchim erbaut hat. 1837 wurde die Residenz wieder nach Schwerin zurückverlegt. Doch Ludwigslust hat seinen Charme behalten und in den letzten Jahren zunehmend erhöhen können!

Näheres erfahren Sie bei Fortschritt der Planungen, auch beim monatlichen Stammtisch.

Zunächst bitte ich Sie, an unseren Veranstaltungen des Winterprogramms und an den monatlichen Stammtischen teilzunehmen. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

 Dr. Luise Reinhardt-Drischler

 

16. Sommertagesfahrt: Hansestädte Gardelegen und Stendal, Arneburg, Kloster Jerichow, Rundling Dolgow am Sonnabend, dem 18. August 2018

16. Sommertagesfahrt: Hansestädte Gardelegen und Stendal, Arneburg, Kloster Jerichow, Rundling Dolgow am Sonnabend, dem 18. August 2018

Sichern Sie sich jetzt einen der knappen Plätze für unsere Sommertagesfahrt, denn das Interesse ist groß! Einfluss der Hanse, Kolonisation und Christianisierung im germanisch-slawischen Grenzbereich, Lebensgefühl an der Gotik und Romanik, Rundlinge und Straßendörfer sind Stichworte dieser historisch und geographisch abwechslungs-reichen Fahrt über das Wendland in die Altmark.

Die Hansetradition der Altmark reicht bis 1263 zurück, als Salzwedel Mitglied der „Gotländischen Gesellschaft“, einer der Wurzeln der Hanse, wurde. Der Name „soltwidele“ erinnert an die Furt, auf der die alte Salzstraße von Lüneburg nach Magdeburg die sumpfige Jeetzeniederung durchquerte. Zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert hat die Hanse hat nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die kulturelle Entwicklung der Altmark geprägt.

Die Hansestadt Gardelegen, am Schnittpunkt wichtiger Handelswege im Schutz der Burg am Mildeübergang  gelegen, nahm nach der Verleihung des Malzrechtes 1314 durch Markgraf Waldemar v. Braunschweig einen wirtschaftlichen Aufschwung. Garley-Bier und Hopfen waren wichtige Handelsgüter innerhalb der Hanse. Vorbei am Salzwedeler Tor, einem historischen Stadttor aus dem 16. Jahrhundert, fahren wir zum Frühstück zum „Café am Rathaus“, wo wir bereits 1995 bei unserer zweiten Tagesfahrt kurz nach der Wiedervereinigung einkehrten. Der dreieckige Marktplatz mit dem gotischen Rathaus, ist eine Besonderheit. An der Rathauswand bewundern wir die Wappen der sieben historischen altmärkischen Hansestädte, die alle den märkischen Adler enthalten – ein Zeichen der engen Verbundenheit mit der Mark Brandenburg: Die Altmark, die einstige Nordmark, war die Keimzelle der Mark Brandenburg und damit des preußischen Staates. Gardelegen wurde maßgeblich von Heinrich v. Gardelegen aus dem Geschlecht der askanischen Markgrafen geprägt, der seinen Sitz auf der Burg Gardelegen hatte und sich kulturell verdient gemacht hat. Er war Bauherr der Marien- und der Nikolaikirche in Gardelegen, der gewaltigen Stephanskirche in Tangermünde, die uns 1995 und 2015 tief beeindruckte, und Begründer des Domstiftes Stendal.

Die Hansestadt Stendal ist aus mehreren Siedlungskernen entstanden. Während wir uns bei der Fahrt „Das Band der Hanse“ 2011 auf die alte Kaufmannsstadt mit Rathaus, Roland und Marienkirche konzentrierten, wenden wir uns diesmal dem weiter südlich gelegenen Dombezirk des Augustinerchorherrenstiftes zu, das Markgraf Otto II. und sein Bruder Heinrich von Gardelegen 1188 gründeten. Als Ergebnis des Jahrhunderte langen Machtkampfes zwischen Patriziern und Chorherren dürfen wir noch heute die imposanten Kirchenbauten bewundern. Die romanische Stiftskirche aus der Zeit um 1200 wurde ab 1420 zum spätgotischen Dom St. Nikolaus, einer in Kreuzform angelegten dreischiffigen Hallenkirche, umgebaut. Der zwischen 1425 und 1470 entstandene Zyklus von 22 spätmittelalterlichen Glasmalereifenstern im Chor, im Querhaus und im südlichen Seitenschiff gilt als eine der geschlossensten mittelalterlichen Verglasungen, die in Deutschland erhalten geblieben ist. Ein Spaziergang über den Wall zum Tangermünder Tor, einem der beiden erhaltenen Stadttore, rundet unseren Besuch in Stendal ab. Reiche Verzierungen am spätgotisch umgebauten Wehrbau zeigen, dass er nicht nur der Verteidigung, sondern auch der Repräsentation des Reichtums der Hansestadt und des hanseatischen Bürgerstolzes diente.

Zum Mittagessen fahren wir in das 12 km nördlich von Tangermünde gelegene Arneburg, das wegen der strategisch günstigen Lage am Steilufer der Elbe schon im 10. Jh. Bedeutung hatte. Die ottonische Reichsburg gehörte wie Werben und Tangermünde zur Befestigungslinie entlang der Elbe zur Sicherung der Reichsgrenze gegen Übergriffe der slawischen Stämme jenseits der Elbe. Der Blick von der Burggaststätte über die flache Landschaft östlich der Elbe lässt die Bedeutung an der wichtigen Straßenverbindung über eine Elbfähre zwischen den Hansestädten Stendal und Havelberg erahnen.

Dann lockt eine der bedeutendsten Stationen an der Straße der Romanik auf der östlichen Elbseite etwas südlich von Tangermünde: das ehemalige Prämonstratenserstift St. Maria Nikolai in Jerichow. Diese herausragende Klosteranlage, die uns bereits 1995 auf unserer Tagesfahrt (Gardelegen, Jerichow, Tangermünde, Arendsee) tief beeindruckt hat, wurde 1144 vom Prämonstratenserorden als Missionsstützpunkt zur Christianisierung der Elbslawen gegründet; in ihrem Umkreis entstanden rund 20 romanische Dorfkirchen, u.a. die Backsteinbasilika Schönhausen (Taufkirche Bismarcks). Diese reiche Kulturlandschaft, die über Jahrhunderte durch Missionierung und Kolonisation, durch Auseinandersetzungen zwischen Germanen und Slawen an der Ostgrenze des Reiches geprägt wurde, lässt uns in das christliche Weltbild des Mittelalters eintauchen: „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker und taufet sie…“ (Matth. 28,19). Die bereits 948 durch Kaiser Otto I. gegründeten Bistümer Havelberg und Brandenburg, die durch den Wendenaufstand von 983 verlorengegangen waren, konnten erst durch den Wendenkreuzzug von 1147 durch Albrecht den Bär und Bischof Wichmann von Magdeburg wiedergewonnen werden. Die Kirche hatte in der ganzen Zeit an der Existenz der Bistümer festgehalten, die Bischöfe lebten als Titularbischöfe meist am königlichen Hof. Jerichow war als provisorischer Sitz des Havelberger Bischofs vorgesehen, doch dieser konnte nach der Wiedergewinnung Havelbergs seinen Sitz in Havelberg nehmen, wo ab 1150 von den Prämonstratensern  Dom und Kloster erbaut wurden.

Jerichow (slaw.: Jeri keck, forsch; chow Burg, Versteck) wurde zum ersten und bedeutendsten Backsteinbau der Romanik in Norddeutschland. Norditalienische Ziegelbrenner brachten mit der Backsteintechnik den Kreuzbogenfries an die 1148 begonnene Klosterkirche. Dieses wichtige Schmuckmotiv der romanischen Backsteinbaukunst wanderte lt. Kiesow (vgl. Monumente, Hrsg. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, März 2006) vom maurischen Spanien über Oberitalien nach Norddeutschland. Wir haben es bei unseren Fahrten am Ratzeburger Dom, der durch Heinrich den Löwen ab 1160 errichtet wurde, sowie an der Dorfkirche von Vietlübbe in Mecklenburg, der kleinen Schwester des Ratzeburger Doms, gesehen.

Von 1149 bis 1172 wurden die Stiftskirche Jerichow als dreischiffige kreuzförmige Basilika mit einer flachen Holzdecke sowie der Ostflügel der Klausur errichtet, von 1172 bis 1200 erfolgte der nachträgliche Einbau von Krypta und Nebenchören. Die Schlichtheit und feierliche Strenge der Klosterkirche mit der Krypta und dem Hochchor lässt uns innehalten – welch ein Unterschied zum hoch aufstrebenden gotischen Dom in Stendal. Wir erleben an einem Tag das unterschiedliche Lebensgefühl in der Zeit der Romanik und der Gotik.

Nach dem Kaffeetrinken im Malzkeller haben wir noch Zeit, die Klosteranlage als Ganzes auf uns wirken zu lassen, ehe uns der Bus zurück ins Wendland bringt, wo der Tag im Restaurant „Rossini“ in Dolgow und einem Gang durch den kleinen Rundling ausklingt.

Lüneburg, den 13. Juli 2018                                                               Dr. Luise Reinhardt-Drischler

Zeitplan:

06.45 Uhr Eintreffen Haupteingang Kurpark, Uelzener Straße

07.00 Uhr Abfahrt    Haupteingang Kurpark, Uelzener Straße

09.00 Uhr                Frühstück im „Café am Rathaus“ in  Gardelegen

09.45 Uhr Abfahrt    nach Stendal

10.15 Uhr               Führung durch den Dom, Gang über den Wall zum Tangermünder Tor

12.30 Uhr Abfahrt   nach Arneburg/Elbe

13.00 Uhr               Mittagessen in der Burggaststätte Arneburg

14.15 Uhr Abfahrt   nach Jerichow

15.00 Uhr               Führung durch das Kloster Jerichow

16.00 Uhr               Kaffeetrinken im Malzkeller des Klosters Jerichow

17.00 Uhr Abfahrt   nach Dolgow

19.15 Uhr               Abendessen im Restaurant „Rossini“ in Dolgow im Wendland

20.45 Uhr Abfahrt   nach Lüneburg

22.00 Uhr Ankunft  Haupteingang Kurpark, Uelzener Straße

Änderungen vorbehalten

Gesamtpreis: Busfahrt, Besichtigungen und Führungen, Frühstück, Kaffee und Kuchen, Mittag- und Abendessen (ohne Getränke) 64,50 €

Sie gelten nur als angemeldet, wenn Sie die Anmeldekarte abgeschickt und gleichzeitig den Betrag auf unser Konto bei der Sparkasse Lüneburg (IBAN): DE23 2405 0110 0050025691, (BIC-SWIFT): NOLADE21LBG unter dem Stichwort „Stendal“ eingezahlt haben. Bei Rücktritt ohne Ersatzteilnehmer ist eine Erstattung der Kosten nicht möglich.

 

 

Rückblick:  Geheimtipp Krumke und Krevese – welch ein Erlebnis!

Rückblick: Geheimtipp Krumke und Krevese – welch ein Erlebnis!

Wie gut hat es Petrus bei unserer 12. Spargelfahrt am Sonnabend, dem 26. Mai 2018 wieder mit uns gemeint! Bei herrlichem Sommerwetter, zum Glück mit ein paar barmherzigen Schönwetterwolken, dürfen wir in der Altmark und im Wendland einen Traumtag erleben. Schon die Fahrt durch die malerische Landschaft, vielfach auf Neben-, teils auf Alleenstraßen, ein Erlebnis: das frische Grün der Buchen und Eichen, Klatschmohn an den Feldrändern, sogar Kornfelder mit Kornblumen, gepflegte Dörfer mit blühenden Rosen. Deutlich empfinden wir den Unterschied zwischen den Rundlings- und Straßendörfern mit Niederdeutschen Hallenhäusern im Wendland und den Straßendörfern der Altmark mit traufenständigen Vierseithöfen mit Torscheune, sog. Mitteldeutschen Gehöften.

Pünktlich erreichen wir das Kavaliershaus Krumke. Das in den Mitteilungen abgebildete meisterlich geschmiedete Tor zum Schlosspark erkennen viele voller Freude wieder. Welch ein Willkommen bei der festlich mit Sammeltassen für uns eingedeckten Kaffeetafel! Verlockend die Torten, die wir am Buffet auswählen dürfen. Nach dem Kaffeetrinken zieht es uns in den Schlosspark, einen der „Gartenträume“ Sachsen-Anhalts. Der englische Landschaftspark mit barocken Elementen ist einigen schon aus dem August 2015 bekannt, als wir im Bismarckjahr nach der Besichtigung von Schönhausen und Tangermünde hier bei einem Abendspaziergang von der Atmosphäre fasziniert waren. In kleinen Gruppen geht es auf Entdeckungstour: zum Rosengarten, zum neugotischen Schloss, zum großen Teich, zum Steinkabinett, zur berühmten Buchsbaumhecke… Man trifft sich, bleibt zu einem kurzen Gespräch stehen. Bänke locken zum Verweilen und Schauen. Unter den wunderbaren großen Bäumen ist es angenehm kühl. Doch der Rosengarten lockt uns immer wieder in die Sonne! Einige machen es sich dort im Pavillon bequem. Welch ein Park! Eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit. Weitläufig, abwechslungsreich, idyllisch der Übergang zu den umliegenden Wiesen. Einfach wunderbar. Der Abschied fällt uns schwer, doch es lockt das benachbarte Krevese mit seinen Schätzen.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir diesen bereits 956 urkundlich als Kribci (slaw. Gestrüpp, Flusskrümmung) erwähnten Ort, eine der am frühesten bezeugten Siedlungen der Altmark. Damals schenkte Kaiser Otto I. dem Stift Quedlinburg sechs slawische Dörfer. Zur Christianisierung der heidnischen Slawen stiftete Graf Albrecht von Osterburg 1170 das Kloster der Benediktinerinnen St. Maria im Holze zu Krevese. Beeindruckt stehen wir vor der zwischen 1170 und 1200 aus Feld- und Backsteinen erbauten spätromanischen Klosterkirche, einer dreischiffigen Basilika, und halten diesen denkwürdigen Moment auf einem Gruppenfoto fest. Eine weitere Facette der Romanik nach Jerichow, Arendsee, Schönhausen, Diesdorf und Beuster!

Beglückt erleben wir eine kleine Kostprobe vom „Kreveser Orgelsommer“. Kreiskantor Friedemann Lessing aus Osterburg führt uns in die Besonderheiten der vom Arp-Schnitger-Schüler Anton Heinrich Gansen aus Salzwedel erbauten Orgel ein, lässt uns schrittweise einzelne Stimmen und das komplette barocke Klangbild erleben. Das von Christoph Georg v. Bismarck und seiner Frau Anna Elisabeth v. Katte 1721 gestiftete Instrument gilt als eine der bedeutendsten barocken Dorforgeln Europas. Tief beeindruckt überlegen einige, zu einem der von Juni bis September jeweils am 1. Samstag im Monat stattfindenden Konzerte zu fahren. Für den Erhalt dieser wertvollen Orgel überreichen wir eine Spende für den Förderverein Gansenorgel und bedanken uns sehr herzlich für dieses Erlebnis.

In den nächsten 1 ½ Stunden führt uns Ralf Engelkamp, einer der Eigentümer von Herrenhaus und Park Krevese, der zusammen mit seinem Partner Rainer Kranz 2003 den historischen Besitz nach 10 Jahren Leerstand nach der Wiedervereinigung übernommen hat und dort ein Designatelier betreibt. Mit großem Engagement führt er uns in die Geschichte des Klosters, der romanischen Kirche und den Zusammenhang mit dem Herrenhaus, das auf den Grundmauern des Klosters errichtet wurde, ein und zeigt die wechselvolle Entwicklung bis heute auf, über die Bismarcks, weitere adelige und bürgerliche Eigentümer, die Enteignung und die Zeit in der DDR.

Er lässt die Epochen Revue passieren und macht deutlich, wie jede ihren Beitrag geleistet hat. So wie die Schäden des 30-jährigen Krieges überwunden wurden, so werden auch die der DDR-Zeit und der Nachwendezeit schrittweise überwunden werden. Das Herrenhaus konnte nur überleben, weil es auch in der DDR-Zeit eine wichtige Rolle gespielt hat und ein Mittelpunkt des Ortes war. 1987 wurde es sogar unter Denkmalschutz gestellt. Jede Epoche hat einen zeitgemäßen Beitrag geleistet – so versteht Ralf Engelkamp auch seine Rolle und die seines Partners. Es geht nicht darum, nur Altes zu erhalten, sondern dem Gebäude auch das Gesicht unserer Epoche zu geben, auch durch kulturelle Veranstaltungen. Im Herrenhaus verbinden sich in hervorragender Weise Tradition und Moderne. Dies trifft bei uns auf große Sympathie und Anerkennung. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Wir wären gerne noch geblieben, hätten Ralf Engelkamp gerne noch länger zugehört. Mit großer Dankbarkeit verabschieden wir uns. Herrenhaus und Park – eine Lebensaufgabe! Wir werden wiederkommen!

Nach diesem erfüllten Nachmittag klingt der Tag im Landgasthaus Rieger in Dangenstorf im Wendland aus. Zum zwölften Mal genießen wir in der freundlichen familiären Atmosphäre Spargel mit Schinken, Schwenkbraten oder Räucherlachs. Wir fühlen uns hier schon richtig zuhause. Nach kurzen Ansprachen der Vorsitzenden und von Herrn Rieger wird tüchtig aufgetischt. Lebhafte Gespräche erfüllen den Raum. Ein gesunder Verteiler des Bundes der Ehemaligen darf auch nicht fehlen. Dankbar und beglückt treten wir nach diesem gelungenen Tag die Heimreise an, winkend von der „ganzen Mannschaft“ des Landgasthofes verabschiedet. Sonnenuntergang – ein großer roter Ball! Ein fröhlicher ereignisreicher Tag geht zuende. Die Teilnehmerinnen aus Hamburg bringen wir rechtzeitig zum Bahnhof, sodass sie ihren Zug bequem erreichen können. Und wir alle sind auch schon 5 Minuten vor der Zeit wieder an  unserem Ausgangspunkt am Kurpark!

Aus vollem Herzen stimmen die Teilnehmer meiner Einschätzung „Kleinode, die man erlebt haben sollte“ zu. Trotz meines ausführlichen Berichtes in den Mitteilungen und im Internet ahnten viele nicht, was sich hinter dem „Geheimtipp Krumke und Krevese“ verbirgt! So außergewöhnlich hatten sie es sich nicht vorgestellt. Wieviel Dank habe ich während des Tages und bei der Rückkehr erfahren. Das hatte auch viel mit den engagierten und freundlichen Menschen zu tun, die uns geführt und bewirtet haben! Ja, es lohnt sich, die beiden früheren Adelssitze in der Nähe der Hansestadt Osterburg kennenzulernen. „Wenn ich geahnt hätte, wie toll die Fahrt ist, dann wäre ich schon früher mitgefahren“, so die Äußerung einer neuen Teilnehmerin! Ja, der Name „Spargelfahrt“ mag etwas irreführend sein, denn vor dem Spargelessen gibt es stets ein interessantes Kultur- und Naturprogramm.

Wir gehen auseinander mit dem Gefühl, uns bald wieder zu treffen – beim Stammtisch am 12. Juni, in der Roten Schleuse am 13. Juni, beim Schulfest am 15. Juni, in St. Johannis am 25. Juli oder/und bei der Sommerfahrt nach Stendal und Jerichow am 18. August…

Auf jeden Fall sehen wir uns bei der 13. Spargelfahrt am Sonnabend, dem 25. Mai 2019! Bitte merken Sie schon jetzt diesen Termin vor.

In dieser einmaligen Region mit ihrer traumhaften Landschaft und ihren kulturellen Schätzen locken noch viele wenig bekannte Ziele! Wenn Sie nicht wissen, was sich hinter unseren Zielen Krumke und Krevese verbirgt, dann haben Sie am 26. Mai wirklich etwas versäumt. Damit das nicht wieder passiert, notieren Sie sich schon jetzt den Termin der nächsten Spargelfahrt, denn es wird auch 2019 wieder etwas Besonderes sein.

Dr. Luise Reinhardt-Drischler

Weitere Informationen finden Sie im Bericht „12. Spargelfahrt: Schlosspark Krumke, Herrenhaus und Klosterkirche Krevese, Dangenstorf am Sonnabend, dem 26. Mai 2018“