Liebe Mitglieder, liebe Freunde unseres Bundes!

Diese Jahresversammlung – 40 Jahre nach unserer ersten Jahresversammlung vor dem 60-jährigen Jubiläum des Bundes der Ehemaligen – wird in unsere Geschichte eingehen. Die Existenz des Bundes der Ehemaligen der Wilhelm-Raabe-Schule zu Lüneburg als eigenständige Vereinigung ist gesichert! Endlich ist es gelungen, eine Nachfolgerin für mich zu gewinnen! Bei der 40. Jahresversammlung am 10. März 2027 wird meine ehemalige Schülerin Dagmar Gehrmann, geb. Nienau, (Abitur 1980) den Vorsitz übernehmen. Dies ist die größte Freude, die wir als einzige eigenständige Ehemaligenvereinigung der Lüneburger Gymnasien im Jahr unseres hundertjährigen Bestehens erleben dürfen! Ich bin glücklich, dass ich mich 2027 nach 44 Jahren beruhigt verabschieden kann, denn zunehmend haben mich in den letzten Jahren Sorgen gequält. Viele Vereinigungen mussten sich auflösen, da die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement nicht mehr wie früher gegeben ist. Aber bei uns geht es weiter! Danke, Dagmar! Nach lediglich drei Vorsitzenden im ersten Jahrhundert wird Dagmar den Bund als vierte Vorsitzende ins zweite Jahrhundert führen! Ich bitte alle, meine derzeitige Stellvertreterin, unsere künftige Vorsitzende intensiv zu unterstützen!

Ich habe mich gefreut, dass ich Studiendirektorin Heike Bresser für die Schulleitung und Julian Lehnhoff für die SV begrüßen konnte, die sich für die Unterstützung durch den Bund bedankten. Heike informierte uns über die umfangreichen Baumaßnahmen im Dachgeschoss, Julian über die neuen T-Shirts, die von der SV entwickelt wurden.

Für die WRS hat die Versammlung 2.090,- € bewilligt für Austauschfahrten, SV, Workshops der Bigband mit Clamart, Vorlesewettbewerb der 6. Klassen, Lesungen. Seit 1986 haben wir der WRS fast 155.000,- € zur Verfügung gestellt – eine beeindruckende Leistung, zumal wir kein Förderverein sind. Im Vordergrund unserer Arbeit steht Kontaktpflege zwischen unterschiedlichen Jahrgängen, zu ehemaligen und aktiven Lehrkräften, zur Schülerschaft und zur SV. Diese Aufgabe haben wir hervorragend erfüllt.

Im Rechenschaftsbericht habe ich eine positive Bilanz gezogen: 19 erfolgreiche Veranstaltungen und die Teilnahme an Veranstaltungen der WRS dokumentieren, wie dynamisch wir als „Hundertjährige“ sind. Höhepunkte: Spargelfahrt ins Wendland, Sommerfahrt in die Lüneburger Heide, Weihnachtstreffen, die Teilnahme am Adventsbasar und am Flohmarkt. Wie gut der Bund in die Schulgemeinschaft integriert ist, zeigen viele Kontakte mit dem Kollegium und der Schülerschaft und besonders die Glückwunschkarten zum Jubiläum vom Kollegium, von Klassen, Kursen und Austauschgruppen.

Leider mussten wir aufgrund der permanenten Kostensteigerungen den seit 2002 konstanten Mindestbeitrag von jährlich 10,- € auf 20,- € erhöhen. Um allen (Schülern, Studenten, Geringverdienern) eine Mitgliedschaft zu ermöglichen, wurde der Mindestbeitrag sehr niedrig angesetzt. Viele haben freiwillig einen höheren Beitrag gezahlt, entsprechend ihrer finanziellen Situation den Beitrag im Laufe der Jahre erhöht oder als Dank für Veranstaltungen, besonders nach Fahrten, eine Spende überwiesen. Daher habe ich stets auf diese Freiwilligkeit gesetzt. Wir mussten allerdings feststellen, dass inzwischen viele längerfristig nur den Mindestbeitrag zahlen, der nicht mehr kostendeckend ist. Der Versand der Mitteilungen ist aufgrund mehrfacher Portoerhöhungen defizitär, der ständig gestiegene Mindestlohn wirkt sich auf alle Bereiche aus. Ich bedaure die Erhöhung und entschuldige mich, dass ich mein Versprechen, in meiner Amtszeit würde es keine Beitragserhöhung geben, nicht halten konnte. Allerdings bin ich der Meinung, dass unsere Leistungen einen höheren Wert als 10,- € im Jahr besitzen und auch der Mindestbeitrag von 20,- € sehr moderat bemessen ist. Ich bitte um Verständnis für unsere Entscheidung und appelliere, aufgrund der Beitragserhöhung nicht aus dem Bund auszutreten.

Über den wunderschönen Blumenstrauß von Ilse Meyer-Tölle habe ich mich sehr gefreut. Er ist eine Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement aller Vorstands- und Beiratsmitglieder sowie weiterer Helfer. Ihnen und den Mitgliedern, die durch Beiträge, Spenden und Jubiläumsspenden unsere Leistungen ermöglich haben, gilt mein herzlicher Dank.

Sektempfang und ein leckeres Brötchenbuffet in der Pause boten in der mit leuchtenden Frühlingsblumen geschmückten Mensa einen schönen Rahmen für die lebhafte Versammlung. Das Protokoll, das unsere Schriftführerin Simone Kretzer verfasst, wird in den Mitteilungen veröffentlicht. Gerne habe ich Euch heute vorab über das Wesentliche informiert.

Im Namen von Vorstand und Beirat wünsche ich Euch und Ihnen ein frohes Osterfest. Genießt den beginnenden Frühling, freut Euch auf die neuen Mitteilungen und viele schöne Veranstaltungen, die Ihr hier auf der Terminseite findet. Die Spargelfahrt ins Wendland am Sonnabend, d. 13. Juni 2026 ist wieder ein lohnendes Ziel!

Kommt im November zur großen 100-jährigen Jubiläumsfeier vom 06. bis 08. November 2026! Wir können doppelt feiern: unser ganz besonderes Jubiläum und die Sicherung der Existenz des Bundes der Ehemaligen als eigenständige Vereinigung mit den Zielen Kontaktpflege, finanzielle Unterstützung und Traditionspflege! Ich freue mich auf Euch!

Mit herzlichen Grüßen Eure und Ihre

Luise Reinhardt-Drischler

Lüneburg, d. 15. März 2026