Grußwort zum neuen Jahr

Grußwort zum neuen Jahr

Liebe Mitglieder!
Liebe Freunde unseres Bundes!

Zum Jahreswechsel sende ich Ihnen allen im Namen von Vorstand und Beirat aus dem schönen Lüneburg herzliche Grüße und wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Wir haben für Sie wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und hoffen, dass Sie Gelegenheit finden, daran teilzunehmen. Los geht es mit der 21. Grünkohlfahrt nach Oldendorf/Luhe ins Gasthaus Tödter, wo wir im gemütlichen Heidjer Hus bei flackerndem Kaminfeuer einen gemütlichen geselligen Abend verbringen werden.

Doch vorher besteht schon Gelegenheit, zwanglos beim Stammtisch am Dienstag, dem 10. Januar 2017 zu plaudern.

Bitte schauen Sie auf unsere Terminseite, damit Sie nichts versäumen.

Wir freuen uns auf Sie!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Luise Reinhardt-Drischler

blankenese-2016

60. Wiederkehr des Todestages unserer Gründerin und langjährigen Vorsitzenden Marie Ubbelohde am 15. Dezember 2016

60. Wiederkehr des Todestages unserer Gründerin und langjährigen Vorsitzenden Marie Ubbelohde am 15. Dezember 2016

Voller Dankbarkeit gedenken wir im Jahr unseres 90-jährigen Bestehens unserer Gründerin und langjährigen Vorsitzenden Marie Ubbelohde anlässlich der 60. Wiederkehr ihres Todestages am 15. Dezember 2016.

Bei der Gründung des Bundes ehemaliger Schülerinnen am 10. November 1926 wurde sie zur Vorsitzenden gewählt. Als ehemalige Schülerin (1892 bis 1900) und Lehrerin (seit 1910) unserer Schule besaß sie optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausübung dieses Amtes, das sie dreißig Jahre lang bis zu ihrem Tode 1956 mit großem Engagement und unermüdlicher Tatkraft ausübte.

Fast vierzig Jahre lang bis zu ihrer Pensionierung 1949 wirkte sie als Sport-, Handarbeits- und Hauswirtschaftlehrerin an unserer Schule. Sie war eine sehr beliebte Lehrerin, neuen Entwicklungen gegenüber stets aufgeschlossen und unternahm mit ihren Schülerinnen regelmäßig Klassenfahrten. Nachdem sie 1928 die Ruderriege gegründet hatte, aus der sich der Schülerinnenruderverein entwickelte, verzahnten sich die Aktivitäten des Bundes ehemaliger Schülerinnen, des Schülerinnenrudervereins und der Schule auf das engste, auch Dank der besonderen Kontaktfähigkeit Ubbelohdes. Fast immer gab es gemeinsame Veranstaltungen, häufig beim Bootshaus oder in der Frauenschule.

Ubbelohde gelang es, die Mitgliederzahl von 24 bei der Gründung auf 1007 im Jahre 1954 zu steigern, der höchsten in der Geschichte unserer Vereinigung. Auf dieses Fundament, das sie während ihrer dreißigjährigen Vorstandstätigkeit gelegt hat, dürfen wir noch heute zurückgreifen. Noch immer stammen viele unserer Mitglieder aus der Zeit ihres Vorsitzes.

Unsere Gründerin und erste Vorsitzende war eine beeindruckende Persönlichkeit. Das wird auch aus den Mitteilungen der Jahre 1935 bis 1950 sehr deutlich, die wir in unserer Jubiläumsausgabe vom Mai 2016 nachgedruckt haben. Ubbelohde zeichnet ein Bild der schwierigen wirtschaftlichen Situation bereits in der Vorkriegszeit und der sich ständig verschlechternden Lage in den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Wir erfahren von Problemen bei der Aufbringung des Schulgeldes, Einschränkungen des Schulbetriebes wegen Brennstoffmangels, Unterricht in verschiedenen Privaträumen und im Johanneum, häufigen Unterrichtsausfällen, Ernteeinsätzen, Altmaterial- und Wollsammlungen, Überfüllung der Klassen durch Ausgebombte, Flüchtlinge und Vertriebene, fehlendem Schreibmaterial, fehlendem Turnzeug, Überschwemmungen am Bootshaus, fehlendem Baumaterial, fehlenden Handwerkern…. Um die immer ernster werdende Situation der Schülerinnen, aber auch der Schule und des Schülerinnenrudervereins zu lindern, wendet sich Ubbelohde unermüdlich an alle Ehemaligen, wohlwissend, dass diese selbst zunehmend Not leiden. Wie ein roter Faden zieht sich die Bitte um Zahlung des Beitrages und um Spenden durch die Texte. Die noch abseits stehenden Ehemaligen fordert sie zum Beitritt auf, um über die Steigerung der Mitgliederzahl dringend benötigte finanzielle Mittel einzuwerben. Anschaulich und überzeugend, beseelt von dem Willen zu helfen, wird Ubbelohde zur Chronistin der Entwicklung an der Wilhelm-Raabe-Schule, beim Schülerinnenruderverein und beim Bund ehemaliger Schülerinnen, aber auch der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Probleme. Immer wieder spricht sie allen Ehemaligen Mut, Ausdauer und Glaubenszuversicht in der schweren Kriegszeit zu, in der Ehemänner, Väter, Söhne und Brüder von der Front nicht zurückkehren. Beim Lesen der herzlich, natürlich und offen, aber auch eindringlich und fordernd geschriebenen Texte entsteht ein Bild von der starken Persönlichkeit unserer ersten Vorsitzenden.

Ich selbst habe in der 5. Klasse noch Sportunterricht bei Ubbelohde gehabt und sie nach ihrer Pensionierung bei Bootstaufen und Ruderbällen in Aktion erlebt. Sie besaß eine große Ausstrahlung und war auch in Ruhestand noch voller Dynamik und Tatendrang. Wir waren sehr  betroffen, als sie 1956 in Alter von 72 Jahren verstarb. Die beeindruckende Trauerfeier in der Aula am 19. Dezember 1956, bei der wir mit dem Schulchor sangen und Frau Hasenclever ihre Leistungen und ihr Engagement würdigte, ist für mich eine prägende Erinnerung.

Marie Ubbelohde verdanken wir in besonderer Weise, dass wir in diesem Jahr auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken dürfen. Ihr uneigennütziges Wirken zum Wohle der Wilhelm-Raabe-Schule und des Bundes ehemaliger Schülerinnen wird für uns immer Richtschnur des Handelns bleiben.

Dr. Luise Reinhardt-Drischler

Stimmungsvolle traditionelle Adventsfeier –  Zusammenhalt mit der Schule

Stimmungsvolle traditionelle Adventsfeier – Zusammenhalt mit der Schule

Das Wetter war am Mittwoch nach dem 1. Advent alles andere als adventlich – umso mehr war es unsere traditionelle Feier in der von uns festlich geschmückten Schülerbücherei. Tannenduft, Kerzenschein, Weihnachtssterne in roten Übertöpfen, weihnachtlich gedeckte Tische mit rotem Geschirr, Nikolausteller mit Weihnachtsgebäck, Dominosteinen und Clementinen, Platten mit Butterkuchen und Kaffeeduft zauberten in dem historischen Kellergewölbe eine Atmosphäre, die Jung und Alt ansprach. Selbst die Leporellos mit allen Terminen bis August 2017, die jeder Teilnehmer erhielt, passten mit ihrem kräftigem Rot zur Adventsstimmung.

Die Vorsitzende freute sich, so viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen, darunter die Schulleiterin Christine Hartmann. Besonders freute sie sich über die Teilnahme von jungen Mitgliedern, die gerade erst ihr Abitur gemacht hatten, wodurch der Zusammenhalt mit der Schule gestärkt wird.

Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt des Chores unter Leitung von Björn Griesheimer. Kurz zuvor war es richtig voll geworden. Eltern und jüngere Geschwister kamen dazu. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ sangen wir alle gemeinsam zur Einstimmung, ehe uns der Chor musikalisch auf eine Reise mit Stationen in den Niederlanden, Afrika, Polen und Skandinavien mitnahm. Viel Spaß hatten wir an den Gedichtvorträgen, der „Weihnachtsmaus“ und „Von draus vom Walde komm ich her“, ehe „Tochter Zion“ und „Haben Engel wir vernommen“ mit seinem „Gloria“, von allen gesungen, durch das historische Kellergewölbe schallte. Welch ein herrliches Gefühl, das gemeinsame Singen von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften, Eltern und Ehemaligen! Welch eine große Familie, die mindestens vier Generationen umfasste!

Freude herrschte bei den Chorsängern, dass der Nikolaus schon für sie da gewesen war und für jeden ein kleines Beutelchen gebracht hatte. Lebhaft nahmen sie dann an dem für sie gedeckten Tisch Platz und genossen wie wir die Köstlichkeiten. Welch ein Leben war in dem gemütlichen Raum. Unsere älteste Teilnehmerin im Alter von 96 Jahren sagte mit leuchtenden Augen: „Was für eine schöne familiäre Feier!“

Ein gelungenblumenbach_img_2584er Nachmittag – ein fröhliches Miteinander von Jung und Alt, Aktiven und Ehemaligen! Besinnliche und fröhliche Stunden in einer familiären Atmosphäre, frei von Trubel und Kommerz!

Wie dürfen wir dankbar sein, dass diese Traditionsveranstaltung, die während des 90-jährigen Bestehens des Bundes in jedem Jahr begangen wurde, schon seit über 25 Jahren nach Renovierung des historischen Kellergewölbes zur Schülerbücherei, zu deren Finanzierung der Bund maßgeblich beigetragen hat, in der Schule stattfindet.

Ich danke allen, die
dazu beigetragen haben! Möge es uns gelingen, auch Jüngere für ein ehrenamtliches Engagement in unserer Vereinigung zu gewinnen!

Als weitere Traditionsveranstaltung in der Wilhelm-Raabe-Schule folgt am 27. Dezember unser 34. Weihnachtstreffen. Der Aufbau findet am letzten Schultag, am Dienstag, dem 20. Dezember, nach der Lesung ab ca. 13.00 Uhr statt. Wir würden uns über Unterstützung aus der Schülerschaft und dem Mitgliederkreis freuen. Auch für den Getränkeausschank in der Aula und den Abbau am 28. Dezember können wir noch Hilfe gebrauchen. Bitte ruft mich an.

Dr. Luise Reinhardt-Drischler